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starke worte
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Starke Worte für starke Frauen!

Wie reden erfolgreiche Frauen?

Auszug eines Unternehmerinnen-Workshops mit Eva Maria Dreykorn

Was verstehen wir unter einer „ starken Frau“? Für lange Zeit wurde Stärke gleichgesetzt mit dem Männlichen und Schwäche mit dem Weiblichen – das starke und das schwache
Geschlecht. Heißt stark sein, so wie ein Mann sein? Auf keinen Fall.  Starke Frauen zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu ihren Leistungen stehen, klar und deutlich ihre Bedürfnisse artikulieren und höflich und bestimmt nein sagen können.

Machen Sie sich also bewusst, wie stark Sie sind! Sprache ist ein wesentlicher Bestandteil von Stärke und Macht. Weil Sprache etwas Selbstverständliches ist, achten wir zu wenig auf Reaktionen, die wir unbewusst mit Worten und unbedachten Äußerungen provozieren.  Die Macht der Worte wird hierbei oftmals unterschätzt.

Erfolg und Zufriedenheit sind untrennbar mit Sprache verbunden. Verbessern sich Ihre Worte, verbessert sich auch Ihr Leben.

In meinen Coachings und Trainings erlebe ich oft, dass mir Frauen sagen: „Es kommt doch nicht auf die Worte an, sondern auf Kompetenz, Leistung und Einsatzbereitschaft.“

Natürlich ist Leistung ein wichtiges Kriterium, doch sie muss entsprechend „verkauft“ werden, damit sie bemerkt wird. Es reicht eben nicht, nur in Ihrem Berufsfeld gut zu sein, nur die richtige Vermarktung bringt Sie zum Ziel. Pflegen Sie ihre Eigen-PR!

Die frühere israelische Premierministerin  Golda Meir hat einmal treffend gesagt: „Männer tun wenig Gutes und reden viel darüber, Frauen tun viel Gutes und reden wenig darüber!“

Sie wollte mit diesem Zitat sicherlich nicht die Männerwelt verteufeln, sondern Frauen auffordern, sich nicht in den Schatten zu stellen. Frauen drücken sich oftmals ungeschickt aus, und entwerten damit erheblich ihre Leistungen und Persönlichkeitsentwicklung.

Ein Beispiel aus dem Büro-Alltag:

Die Papierkörbe quellen über. Der Abteilungsleiter sagt: „Herr Schmitz, leeren Sie die Papierkörbe – aber sofort!“ Die weibliche Vorgesetzte dagegen sagt: „Die Papierkörbe sollten gelegentlich mal geleert werden!“ Was glauben Sie, auf welche Bitte wird Herr Schmitz schneller reagieren?

Ein klassisches Beispiel im Zusammenleben von Mann und Frau:

Sie: „Der Rasen müsste auch mal gemäht werden!“ Was glauben Sie? Wird der Ehemann sogleich zum Rasenmäher greifen? Stattdessen wäre es so einfach, einen Wunsch höflich und bestimmt zu artikulieren. „Bitte mähe doch den Rasen!“

Bei Männern wirkt der Konjunktiv so:
Sie meint es nicht wirklich, d.h. den Wunsch kannst Du ignorieren.

Wenn Sie einen Wunsch haben, artikulieren Sie ihn so, dass der Empfänger ihn auch als Wunsch versteht und nicht als unverbindliche Bemerkung.  „Der Mülleimer müsste auch mal geleert werden.“. „Hier müsste auch mal aufgeräumt werden!“

Stehen Sie zu Ihren Wünschen!

Bitte leere den Abfalleimer! Bitte räume Deine Sachen fort!
Eine höfliche Bitte wird positiv registriert und wird kaum abgeschlagen.

Jeder unterdrückte Wunsch gärt im Inneren, schadet der Seele und schwächt das Selbstwertgefühl.
„Es reicht nicht, Wünsche zu haben. man muss sie auch aussprechen.“

Chinesisches Sprichwort.

Relativieren Sie Ihre Leistung nicht! Typisch weibliche Antworten auf Lob und Anerkennung:

  • Ich habe nur Glück gehabt.
  • Das hätte doch jeder gekonnt
  • Das hat sich einfach so ergeben
  • Das ist doch selbstverständlich, dafür bin ich doch da:

Bedanken Sie sich in Zukunft für ein Wort der Anerkennung und rechtfertigen Sie sich nicht. Rechtfertigung ist immer ein Zeichen von Schwäche.
Ein paar rhetorische Tipps:

Vermeiden Sie Konjunktive in Ihren Gesprächen und Verhandlungen!
Statt „sollte“ – „könnte“ – „müsste“ setzen Sie die Formel vom Kirchenlehrer AUGUSTINUS (354 n. Christus) ein:

 „Ich will.“ – „Ich kann.“ – „Ich werde.“

Ohne Selbstdarstellung keine Anerkennung, Leistung allein reicht nicht!

„Enten legen ihre Eier in aller Stille,

Hühner gackern,

wer kauft schon Enteneier?“

 Gackern Sie!!!

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